21 Tipps für den perfekten Road-Trip

Gerade für Italien-Liebhaber

ist es unerlässlich, manchen Urlaub mit dem Auto zu unternehmen. Die kleinen Orte am Land zu erkunden und idyllische Straßen entlang der Küste oder durch Weinberge zu genießen, das ist einfach ein Traum.

bemalte Fassade

Um euch die Vorbereitung dazu leichter zu machen, habe ich meine Erfahrungen zusammengefasst.

  1. Je kürzer die Reise ist desto wichtiger ist die Planung. Was ich trotzdem immer versuche ist, den 1. und den letzten Tag entspannt anzugehen, den die An- und Abreise beinhaltet zumindest bei mir mehrere Stunden bis ich von daheim zum Zielgebiet komme. Ich liebe Pläne und gute Recherche im Vorfeld, aber: Planung ja, jedoch keine Überplanung – immer einen Rest der Zeit für unerwartet Schönes aufheben.zur Kirche
    2. Road-Trips sind bei mir eher Kurzreisen, daher überlege ich genau, was mir die paar Tage wichtig ist. Nur weil eine Sehenswürdigkeit berühmt ist bedeutet das nicht, dass man es sehen muss. Andererseits: wenn dir jemand geraten hat, das eine oder andere auszulassen, überlege gut, ob dieser jemand die gleichen Interessen und Prioritäten bei Reisen hat. Sonst verpasst du vielleicht etwas, das DIR wirklich gefällt.Zur Villa3. Was sich in der Vergangenheit aber als hilfreich herausgestellt hat, ist das Herausfinden von Öffnungszeiten bei Sehenswürdigkeiten, die unbedingt dabei sein sollen. Ebenfalls oft möglich: die Buchung von Online-Tickets, damit man sich langes Anstellen erspart. Weniger gut bei Autoreisen, weil es (vermutlich nicht nur bei mir) Zeitdruck aufbaut, ist die Fixierung einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Ort. Wenn hier unerwartet etwas dazwischen kommt ist es unangenehm und Stress führt zu Fahrfehlern bzw. erhöhter Risiko-Bereitschaft.Zinnentor4. Falls du die Wahl hast weil du vielleicht an den Zielort mit der Bahn anreist oder fliegst und dann ein Leihauto nimmst: überlege gut ob ein 4×4, ein Cabrio oder eine bequeme Limousine für dich auf der gewählten Route die beste Wahl ist.Kopfsteinpflaster
    5. Natürlich nutze ich mittlerweile mein Navi, aber ich versuche immer, Autobahnen und Schnellstraßen zu vermeiden. Man kommt damit zwar langsamer voran, aber die Gegend ist meist schöner und man findet leichter Plätze zum Pause machen. Außerdem hat es sich für mich in der Vergangenheit durchaus bewährt, NICHT jeder Anweisung des Gerätes Folge zu leisten. Da wäre manche Verkehrsübertretung vorprogrammiert gewesen…Kirche auf Hügel6. Übrigens: ich habe auch immer eine Landkarte und einen Stadtplan in Papierform dabei. Besonders abseits der Hauptrouten oder in Altstädten mit dicken Mauern ist das hilfreich.Innenstadt-Straße7. Dieser Tipp mag euch vielleicht ungewöhnlich erscheinen, aber ich möchte inzwischen nicht mehr darauf verzichten: ich packe meine Sachen in eine flexible, leichte Reisetasche bzw. maximal in einen Trolli, der als Bordgepäck zugelassen wäre – beides auch nicht ganz voll. Damit kann ich selbst bei meinem sehr begrenzten Kofferraum jede Lücke nutzen. Weiters habe ich eine LEERE Tasche mit, in die ich NACH jeder Übernachtung die Sachen packe, die in die nächste Unterkunft nicht mehr mitgenommen werden müssen. Auf diese Art wird mein Gepäck täglich leichter und die Übersicht größer. Natürlich achte ich schon beim Einpacken darauf, dass sich alles untereinander kombinieren lässt, denn ich nehme immer so wenig wie möglich und so viel wie nötig mit.

    8. Ich bin bekennende Langschläferin, doch für die wenigen Tage meiner Autoreisen gilt: Nicht zu lange schlafen, denn fahren am Vormittag (nach dem Berufsverkehr) empfinde ich als besonders entspannend.Turm 19. Wenn ihr mit Beifahrer unterwegs seid, nutzt die Gelegenheit für Fotos aus dem fahrenden Auto. Oft gibt es keine gute Möglichkeit, an einer schönen Stelle gefahrlos stehen zu bleiben und wenn es dann endlich geht, ist der schöne Blick zu weit weg.Kirchtürme10. IMMER und bei jeder Gelegenheit frage ich Einheimische, was ihnen nahe ihrer Heimat besonders gefällt. Es sind oft weniger bekannte Geheimtipps, die ich sonst nie gefunden hätte.
    Marterl11. Ich will nicht als Spaßverderber dastehen, aber leider beobachte ich es immer wieder: lasst NICHTS von Wert sichtbar im Auto liegen. Nicht alle sind ehrlich und Ärger will keiner im Urlaub.
    Säulengebäude12. Wenn wir schon beim Thema Sicherheit sind: vor allem, wenn ich NICHT genau weiß, wohin die Reise genau geht, rufe ich 1x/Tag daheim an und erzähle, wo ich gerade bin.Kirchturm13. Und weil es hier gut dazu passt: Informiert euch beim Automobilclub über unterschiedliche Verkehrsregeln am Zielort und habt eure Versicherungsdaten bei der Hand, falls es doch einmal kracht. Auch die Mitnahme von Rot-Kreuz-Box, Warnwesten, Ersatzlampen, u.ä. ist von Land zu Land verschieden. Ich finde es immer noch unverständlich, warum das nicht einmal in der EU einheitlich ist!Palazzo14. Für mich hat sich auch ohne Panne und sonstiger Katastrophen als hilfreich herausgestellt, einen (nicht zu) kleinen Vorrat an Wasser dabei zu haben und zumindest eine Not-Ration an Snacks, die auch höhere Temperaturen vertragen. Für Urlauber aus städtischen Gebieten eher unüblich, habe ich oft stundenlang am Nachmittag nur geschlossene Geschäfte und Lokale vorgefunden, was meine Laune ziemlich gedrückt hat, wenn ich Hunger hatte.
    im Regen15. Unglaublich wichtig ist natürlich bei jeder Reise mit dem Auto das Tanken. Ich habe bereits mehrfach mit den Tücken von Tank-AUTOMATEN zu kämpfen gehabt, daher plane ich viel schneller als daheim üblich meine Tank-Pausen ein. Dass man VOR der Abfahrt das Auto auf seine Verkehrstüchtigkeit überprüfen (lassen) soll und alle Flüssigkeiten nachgefüllt sein sollen versteht sich von selbst, oder?
    Bergmassiv16. Einen Ersatzschlüssel (den einer der Mitfahrer verwahrt) mitzuführen ist zwar nicht zwingend notwendig, doch ein relativ geringer Aufwand, falls man den eigenen verliert, einsperrt oder die Handtasche gestohlen wird.
    Brücke
    17. Wenn ihr viel Zeit im Auto verbringt, dann denkt an luftige Kleidung und bequeme Schuhe. Nichts ist nerviger als der Knopf einer Jeans, der stundenlang in den Bauch drückt (und nein, dazu muss man NICHT übergewichtig sein). Außerdem kann ich die Mitnahme einer wärmeren Jacke auch im Sommer empfehlen, denn ich habe es schon erlebt, dass es unerwartet kalt, windig oder nass geworden ist. Auch habe ich immer Handschuhe dabei. Im Winter gegen die Kälte und (nicht zu unterschätzen) im Sommer, um ein heißes Lenkrad angreifen zu können.ape piaggio18. Nicht nur für Cabrio Fahrer wichtig: Sonnencreme mit relativ hohem Schutzfaktor und eine gute Sonnenbrille.Häuserzeile19. Außerdem habe ich immer eine (Picknick-) Decke mit, damit eine spontane Rast mit Sonnenbad nicht daran scheitert, weil die Unterlage ungemütlich ist.am Land20. Für viele auch wichtig: MUSIK rechtzeitig auf Handy oder Stick laden, denn in manchen Gegenden kann das Suchen eines passenden Radiosenders nervig werden. Außerdem hat bestimmt jeder Gute-Laune-Lieder und die tragen definitiv zu entspanntem Fahren bei.am Lago21. Das Wichtigste aber ist für mich: nicht nur von einem Hotspot zum nächsten hetzen, sondern die Fahrt an sich genießen. ALLES, wirklich alles, dauert länger als geplant. Der Weg ist das Ziel – und das nicht nur, wenn man ein Cabrio zur Verfügung hat.Bei vielen dieser Tipps werdet ihr euch denken: eh klar, und was sicher jeder von euch von Mama, Papa und Co. schon gehört hat, ist ein Klassiker: fahr vorsichtig und fahr nicht zu schnell!

Als kleine Zusammenfassung habe ich euch die Tipps als einseitige Roadtrip-Checkliste zusammengefasst, die ihr euch gerne downloaden könnt. In diesem Sinne wünsche ich euch: allzeit gute Fahrt und freue mich, wenn ihr in den Kommentaren eigene Erfahrungen mit mir teilt.

Tanti Saluti

Elena

17-21 Tipps

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19 Kommentare

  • Oh wie gerne würde ich einmal einen Roadtrip machen, leider hasse ich Auto fahren – zumindest wenn ich der Fahrer bin. Habe einfach zu viel Schiss, vor allem in Großstädten. Aber danke für deine hilfreichen Tipps!
    Liebe Grüße aus Bolivien,
    Michaela

    • Liebe Michaela,
      dann wärst du vielleicht ein guter Beifahrer, denn dadurch hat auch einen Fotografen mit, jemand der zusätzlich nach Parklücken suchen kann, damit man sich in Städten besser auf den Verkehr konzentrieren kann und auch jemanden, mit dem man einfach SOFORT über neu Entdecktes freuen kann.
      Viele Grüße
      Elena

  • Hallo Elena,
    Italien mit dem Auto finde ich auch ideal. Statt Autobahn hast Du recht, da sind kleinere Straßen besser geeignet; man sieht auch viel auf dem Weg. Da habe ich schon die malerischsten Orte erlebt, eher durch Zufall. Das mag ich auch so gerne, dass man sich einfach treiben lassen kann. Das geht mit anderen Fahrzeugen oder in einer Reisegruppe einfach nicht.
    Guter Tipp mit dem Gepäck! Zum Thema Hotels, da hatte ich früher in Italien echt Probleme (oft war alles ausgebucht; in Frankreich müssen Preise dran stehen, mein Italienisch ist ziemlich holprig, da wusste ich nie, ob das alles passt…), zum Glück gibt’s inzwischen Internet oder Portale, um spontan doch noch online etwas zu buchen, wenn man vor Ort nichts findet. Hast Du da noch einen Tipp?
    Liebe Grüße
    Barbara

    • Liebe Barbara,
      mir geht es wie dir: durch Zufall habe ich schon so viel Schönes gefunden, dass ich es einfach immer wieder so mache. Bezüglich Hotel habe ich auch die gleichen Erfahrungen und verwende inzwischen fast ausschließlich Buchungsplattformen – zumindest für einen Preis- und Ausstattungsvergleich. So bekomme ich eine Idee, wie die Preise im entsprechenden Gebiet sind, denn manchmal sind sie überraschend hoch – wie bei meinem letzten Besuch in Brixen. Super finde ich, dass ab 15.06.2017 die Roaming-Gebühren in der EU wegfallen, denn das erleichtert uns allen die Recherchen und Buchungen vor Ort.
      Viele Grüße
      Elena

  • Hallo Elena,
    ich liebe Roadtrips. Die meisten deiner Tipps sind wirklich allgemeingültig für Roadtrips, die kann man in jedem Land gebrauchen. Nur bei deiner Aussage, Roadtrips sind meistens Kurzreisen kann ich dir nicht zustimmen. Meine sind immer mindestens 2 Wochen, meistens 3-4 Wochen lang. Daher brauche ich für meine Roadtrips auch weniger Planung, bei mehr Zeit ist man einfach flexibler.
    Lieben Gruß
    Ina

    • Liebe Ina,
      bezüglich der Dauer der Roadtrips hast du möglicherweise recht. Ich bin von mir und meinen Freunden & Bekannten ausgegangen. Praktisch alle fliegen, wenn die Zeit einen längeren Urlaub erlaubt. Aber ich habe deinen Input aufgenommen und werde das bei nächster Gelegenheit überarbeiten. Danke dafür!
      Viele liebe Grüße
      Elena

  • Hallo Elena, das sind super Tipps. Vor allem, weil sie auch wirklich praktisch sind und man an manche Dinge einfach nicht denkt. Viele Deiner Tipps nutze ich auch schon im täglichen Leben. So habe ich immer einen Not-Müsliriegel bei mir und einen kleinen „Notfall-Rucksack“ mit Wasser etc. im Auto. Kann ich jedem nur wärmstens empfehlen.
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Liebe Sabine,
      danke für die netten Worte! Ja, viele der Punkte kennt man und es muss ja auch nicht jeder Punkt für jeden Reisenden passen. Aber da ich immer wieder überlegt habe, was ich wohl vor der Reise noch bedenken muss, habe ich irgendwann für mich eine Checkliste begonnen, die bei meinen Reiseunterlagen liegt. Diese mit euch allen zu teilen bot sich daher an. Müsliriegel und Wasser habe ich auch hier in Salzburg immer im Auto und vor allem bei unseren häufigen Staus hat mich der kleine Zucker-Schub oft schon vor dem „Auszucken“ bewahrt!
      Viele Grüße
      Elena

  • Hallo Elena,
    gute Tipps für Menschen, die noch nie in so einer Form gereist sind. Ich persönlich reise alleine gar nicht mehr mit dem Auto. Schade, weil deine Packidee gefällt mir gut, ist aber nur fürs Auto geeignet.
    Bis bald, Claudia

    • Liebe Claudia,
      ja, das mit der Packidee stimmt. Es freut mich aber sehr, wenn du als NICHT-Auto-Reisende die Ideen trotzdem für gut befindest 🙂
      Viele Grüße
      Elena

  • Liebe Elena,

    vielen lieben Dank für die tollen Tipps, um einen Roadtrip zu planen. Einige kannte ich schon, andere noch nicht. Besonders den Tipp mit den Handschuhen finde ich klasse. Da hab ich noch nie drüber nachgedacht und finde ihn gerade deshalb äußerst originell. 🙂

    Viele liebe Grüße
    Kathi

    • Liebe Kathi,
      ja die Handschuhe – wie oft habe ich in der Vergangenheit schon das Lenkrad mit 2 Fingern betätigt weil es unfassbar heiß geworden ist. Aber man lernt mit den Jahren und das passiert mir nie mehr 🙂
      Viele Grüße
      Elena

  • Hallo Elena,
    ja so ein Roadtrip kann schon manche Überraschungen in sich haben. Aber du scheinst an alles gedacht zu haben.
    Mir gefallen vor allem deine tollen Bilder, die lassen Italien gleich viel interessanter werden. Ich muss unbedingt noch einmal dort hin.
    Lieben Gruß, Susanne

    • Liebe Susanne,
      danke für das Kompliment zu den Bildern! Ich habe extra in diesem Beitrag Bilder von unbekannteren Orten gewählt, die sonst in Beiträgen oft „durch den Rost“ fallen. Hier passen sie perfekt, denn einfach so herumfahren und sehen was man findet lohnt sich in Italien in sehr vielen Gebieten.
      Viele Grüße
      Elena

  • Hallo Elena,
    danke für diese tollen Tipps! Ich plane grade einen Roadtrip durch Italien für September. Da kommen mir deine Tipps natürlich grade recht. Danke dir!
    Liebe Grüße
    Jessica

    • Liebe Jessica,
      da wünsche ich dir ganz viel Spaß und schönes Wetter. September ist die perfekte Zeit dafür!
      Viele Grüße
      Elena

  • Hallo,
    da sind ja ein paar schöne Tipps zusammen gekommen. Ich reise allerdings im Gegensatz zu dir immer sehr planlos durch die Welt. Aber du hast Recht, je kürzer der Trip, desto mehr Organisation steckt dahinter. Mit Wasser und Snacks hast du etwas sehr wichtiges angesprochen wie ich finde. Man unterschätzt doch gerne mal die nichtdeutschen Verhältnisse 😀
    Viel Spaß weiterhin beim Planen und Reisen 🙂
    Liebe Grüße,
    Kuno

    • Hallo Kuno,
      planlos ist auch manchmal total schön – vor allem wenn mir ‚mal nach NICHTS tun ist. Aber eben Wasser ist ein MUST.
      Liebe Grüße
      Elena

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