Gerade für Italien-Liebhaber

ist es unerlässlich, manchen Urlaub mit dem Auto zu unternehmen. Die kleinen Orte am Land zu erkunden und idyllische Straßen entlang der Küste oder durch Weinberge zu genießen, das ist einfach ein Traum.

Um euch die Vorbereitung dazu leichter zu machen, habe ich meine Erfahrungen zusammengefasst.

  1. Je kürzer die Reise ist desto wichtiger ist die Planung. Was ich trotzdem immer versuche ist, den 1. und den letzten Tag entspannt anzugehen, den die An- und Abreise beinhaltet zumindest bei mir mehrere Stunden bis ich von daheim zum Zielgebiet komme. Ich liebe Pläne und gute Recherche im Vorfeld, aber: Planung ja, jedoch keine Überplanung – immer einen Rest der Zeit für unerwartet Schönes aufheben.zur Kirche
    2. Road-Trips sind bei mir eher Kurzreisen, daher überlege ich genau, was mir die paar Tage wichtig ist. Nur weil eine Sehenswürdigkeit berühmt ist bedeutet das nicht, dass man es sehen muss. Andererseits: wenn dir jemand geraten hat, das eine oder andere auszulassen, überlege gut, ob dieser jemand die gleichen Interessen und Prioritäten bei Reisen hat. Sonst verpasst du vielleicht etwas, das DIR wirklich gefällt.Zur Villa3. Was sich in der Vergangenheit aber als hilfreich herausgestellt hat, ist das Herausfinden von Öffnungszeiten bei Sehenswürdigkeiten, die unbedingt dabei sein sollen. Ebenfalls oft möglich: die Buchung von Online-Tickets, damit man sich langes Anstellen erspart. Weniger gut bei Autoreisen, weil es (vermutlich nicht nur bei mir) Zeitdruck aufbaut, ist die Fixierung einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Ort. Wenn hier unerwartet etwas dazwischen kommt ist es unangenehm und Stress führt zu Fahrfehlern bzw. erhöhter Risiko-Bereitschaft.Zinnentor4. Falls du die Wahl hast weil du vielleicht an den Zielort mit der Bahn anreist oder fliegst und dann ein Leihauto nimmst: überlege gut ob ein 4×4, ein Cabrio oder eine bequeme Limousine für dich auf der gewählten Route die beste Wahl ist.Kopfsteinpflaster
    5. Natürlich nutze ich mittlerweile mein Navi, aber ich versuche immer, Autobahnen und Schnellstraßen zu vermeiden. Man kommt damit zwar langsamer voran, aber die Gegend ist meist schöner und man findet leichter Plätze zum Pause machen. Außerdem hat es sich für mich in der Vergangenheit durchaus bewährt, NICHT jeder Anweisung des Gerätes Folge zu leisten. Da wäre manche Verkehrsübertretung vorprogrammiert gewesen…Kirche auf Hügel6. Übrigens: ich habe auch immer eine Landkarte und einen Stadtplan in Papierform dabei. Besonders abseits der Hauptrouten oder in Altstädten mit dicken Mauern ist das hilfreich.Innenstadt-Straße7. Dieser Tipp mag euch vielleicht ungewöhnlich erscheinen, aber ich möchte inzwischen nicht mehr darauf verzichten: ich packe meine Sachen in eine flexible, leichte Reisetasche bzw. maximal in einen Trolli, der als Bordgepäck zugelassen wäre – beides auch nicht ganz voll. Damit kann ich selbst bei meinem sehr begrenzten Kofferraum jede Lücke nutzen. Weiters habe ich eine LEERE Tasche mit, in die ich NACH jeder Übernachtung die Sachen packe, die in die nächste Unterkunft nicht mehr mitgenommen werden müssen. Auf diese Art wird mein Gepäck täglich leichter und die Übersicht größer. Natürlich achte ich schon beim Einpacken darauf, dass sich alles untereinander kombinieren lässt, denn ich nehme immer so wenig wie möglich und so viel wie nötig mit.Villa8. Ich bin bekennende Langschläferin, doch für die wenigen Tage meiner Autoreisen gilt: Nicht zu lange schlafen, denn fahren am Vormittag (nach dem Berufsverkehr) empfinde ich als besonders entspannend.Turm 19. Wenn ihr mit Beifahrer unterwegs seid, nutzt die Gelegenheit für Fotos aus dem fahrenden Auto. Oft gibt es keine gute Möglichkeit, an einer schönen Stelle gefahrlos stehen zu bleiben und wenn es dann endlich geht, ist der schöne Blick zu weit weg.Kirchtürme10. IMMER und bei jeder Gelegenheit frage ich Einheimische, was ihnen nahe ihrer Heimat besonders gefällt. Es sind oft weniger bekannte Geheimtipps, die ich sonst nie gefunden hätte.
    Marterl11. Ich will nicht als Spaßverderber dastehen, aber leider beobachte ich es immer wieder: lasst NICHTS von Wert sichtbar im Auto liegen. Nicht alle sind ehrlich und Ärger will keiner im Urlaub.
    Säulengebäude12. Wenn wir schon beim Thema Sicherheit sind: vor allem, wenn ich NICHT genau weiß, wohin die Reise genau geht, rufe ich 1x/Tag daheim an und erzähle, wo ich gerade bin.Kirchturm13. Und weil es hier gut dazu passt: Informiert euch beim Automobilclub über unterschiedliche Verkehrsregeln am Zielort und habt eure Versicherungsdaten bei der Hand, falls es doch einmal kracht. Auch die Mitnahme von Rot-Kreuz-Box, Warnwesten, Ersatzlampen, u.ä. ist von Land zu Land verschieden. Ich finde es immer noch unverständlich, warum das nicht einmal in der EU einheitlich ist!Palazzo14. Für mich hat sich auch ohne Panne und sonstiger Katastrophen als hilfreich herausgestellt, einen (nicht zu) kleinen Vorrat an Wasser dabei zu haben und zumindest eine Not-Ration an Snacks, die auch höhere Temperaturen vertragen. Für Urlauber aus städtischen Gebieten eher unüblich, habe ich oft stundenlang am Nachmittag nur geschlossene Geschäfte und Lokale vorgefunden, was meine Laune ziemlich gedrückt hat, wenn ich Hunger hatte.
    im Regen15. Unglaublich wichtig ist natürlich bei jeder Reise mit dem Auto das Tanken. Ich habe bereits mehrfach mit den Tücken von Tank-AUTOMATEN zu kämpfen gehabt, daher plane ich viel schneller als daheim üblich meine Tank-Pausen ein. Dass man VOR der Abfahrt das Auto auf seine Verkehrstüchtigkeit überprüfen (lassen) soll und alle Flüssigkeiten nachgefüllt sein sollen versteht sich von selbst, oder?
    Bergmassiv16. Einen Ersatzschlüssel (den einer der Mitfahrer verwahrt) mitzuführen ist zwar nicht zwingend notwendig, doch ein relativ geringer Aufwand, falls man den eigenen verliert, einsperrt oder die Handtasche gestohlen wird.
    Brücke
    17. Wenn ihr viel Zeit im Auto verbringt, dann denkt an luftige Kleidung und bequeme Schuhe. Nichts ist nerviger als der Knopf einer Jeans, der stundenlang in den Bauch drückt (und nein, dazu muss man NICHT übergewichtig sein). Außerdem kann ich die Mitnahme einer wärmeren Jacke auch im Sommer empfehlen, denn ich habe es schon erlebt, dass es unerwartet kalt, windig oder nass geworden ist. Auch habe ich immer Handschuhe dabei. Im Winter gegen die Kälte und (nicht zu unterschätzen) im Sommer, um ein heißes Lenkrad angreifen zu können.Durchfahrtstor18. Nicht nur für Cabrio Fahrer wichtig: Sonnencreme mit relativ hohem Schutzfaktor und eine gute Sonnenbrille.Häuserzeile19. Außerdem habe ich immer eine (Picknick-) Decke mit, damit eine spontane Rast mit Sonnenbad nicht daran scheitert, weil die Unterlage ungemütlich ist.am Land20. Für viele auch wichtig: MUSIK rechtzeitig auf Handy oder Stick laden, denn in manchen Gegenden kann das Suchen eines passenden Radiosenders nervig werden. Außerdem hat bestimmt jeder Gute-Laune-Lieder und die tragen definitiv zu entspanntem Fahren bei.am Lago21. Das Wichtigste aber ist für mich: nicht nur von einem Hotspot zum nächsten hetzen, sondern die Fahrt an sich genießen. ALLES, wirklich alles, dauert länger als geplant. Der Weg ist das Ziel – und das nicht nur, wenn man ein Cabrio zur Verfügung hat.ape piaggioBei vielen dieser Tipps werdet ihr euch denken: eh klar, und was sicher jeder von euch von Mama, Papa und Co. schon gehört hat, ist ein Klassiker: fahr vorsichtig und fahr nicht zu schnell!

Als kleine Zusammenfassung habe ich euch die Tipps als einseitige Roadtrip-Checkliste zusammengefasst, die ihr euch gerne downloaden könnt. In diesem Sinne wünsche ich euch: allzeit gute Fahrt und freue mich, wenn ihr in den Kommentaren eigene Erfahrungen mit mir teilt.

Tanti Saluti – Elena
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