Tom Parish während der Biennale 2019

Visual Echo – eine Beziehung zwischen dem Künstler und  Venedig.

Manche von euch wissen vielleicht, dass es in der kalten Jahreszeit angenehmer ist, nach Venedig zu reisen. Nur noch wenige Tage habt ihr Zeit, wenn ihr Werke von Tom Parish sehen wollt.

Ich war auf der Suche nach moderner Kunst 2 Tage lang kreuz und quer durch Venedig unterwegs und konnte nur einen Bruchteil der Ausstellungen besuchen. Mehr hätte ich aber auch nicht verarbeiten können, denn die Fülle der Werke hat mich total überwältigt.

Tom Parish

Auf diese 1. Kunstsammlung bin ich eher zufällig gestoßen: eigentlich wollte ich die „Madonna dell’Orto“ besichtigen und sah durch die offene Türe nebenan einen wunderschönen Innenhof!

Zögerlich ging ich hinein, denn ich dachte, es wäre ein Seiteneingang der Kirche, doch nein – es war eine Ausstellung von unglaublich schönen Bilder des erst kürzlich verstorbenen amerikanischen Künstlers Tom Parish.

Gleich beim Eingang ermutigte mich eine freundliche junge Frau, näherzutreten und wir haben uns sehr nett unterhalten. Ich erfuhr dabei nicht nur einiges über den Künstler selbst, sondern auch über die Besucher.

Gibt es keine Manieren mehr?

Kann es denn sein, dass man heutzutage wirklich Schilder aufstellen muss, damit sich die Leute, die schon GRATIS eine Ausstellung besuchen können, nicht rauchend, essend oder trinkend auf Simse und ähnliches setzen? Wenn schon kein Respekt vor augenscheinlich kirchlichem Eigentum (wenn auch inzwischen privat) vorhanden ist, dann sollte man sich doch wenigstens normale Höflichkeitsregeln geltend machen…

Tom Parish malte über 30 Jahre lang Venedig und hier im ehemaligen Kloster sind seine Bilder bereits zum 3. x zu sehen. Es war eine sehr berührende und emotionale Ausstellung, was bestimmt damit zusammenhängt, dass ich Venedig vermutlich ebenso liebe wie er und die Bilder genial gemalt sind.

Die Ausstellung endet mit 31.10.2019; die Werke werden mittlerweile 5-stellig gehandelt. Mehr zu dem Künstler findet ihr auf Facebook.

Einen letzten Blick noch, bevor ich mich wieder meinem eigentlichen Ziel, der Kirche, zuwendete.

Das waren meine ersten Eindrücke und diese sind definitiv beeindruckender gewesen, als ich es erhofft hatte.

  1. Falls ihr nicht wie ich durch ganz Venedig spazieren wollt, so gibt es eine gleichnamige Vaporetto Station (#5.1  oder 4.1).
  2. Wer in dieser eher ruhigen Gegend edel und trotzdem modern nächtigen will, sollte sich folgende Adresse ansehen: Hotel Heureka, Fondamenta Contarini 3534. Das tolle Hotel steht unter österreichischer Leitung!
  3. Und noch ein Tipp: nicht weit von der Kirche ist auch ein kleiner Park, in dem man ganz entspannt ein Päuschen machen kann, wenn man Ruhe und etwas Grünes braucht: Parco „Villa Groggia“.

Nach Tom Parishs Werken und der Kirchenbesichtigung habe ich mich weiter auf den Weg gemacht zum Palazzo Mora. Kein Viertelstündlich weiter – links und rechts durch das Gassengewirr – und schon war ich bei meinem nächsten Ziel. Lest demnächst weiter, was es in Verbindung mit dem Europeean Cultural Centre alles zu sehen gibt…

Tanti Saluti

Elena


Offenlegung:

Dies ist ein rein redaktioneller Artikel.


 

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