Chianciano – historische Altstadt, Wellness & SPA

Nachdem seit einer gefühlten Ewigkeit Urlaubsreisen, wie wir es gewohnt waren, nicht mehr möglich sind, habe ich mich umso mehr gefreut, als ich im Herbst 2021 zu einer Pressereise (Werbung) in die Toskana eingeladen wurde.

Anreise per Bahn

Meine Reiseroute beginnt in Florenz, das ich diesmal bequem mit der Bahn erreiche. Ich bin zum 1.x mit dem ITALO gefahren, aber bestimmt nicht zum letzten Mal!

Eines möchte ich euch aber gleich zu Beginn mitgeben:

Am Hauptbahnhof von Florenz, Firenze Santa Maria Novella, gibt es für Wartende praktisch keine Möglichkeit sich zu setzen, außer man bucht gegen Aufpreis den Aufenthalt im „Lounge Italo Club“. Bedenkt dies, falls ihr auf Anschlusszüge warten müsst!

Ich bin diesmal FIRST gereist und falls ihr glaubt, dass Speis & Trank inklusive ist, dann betrachtet das Foto. Ein kleiner Becher mit Wasser oder Saft und ein paar Nüsschen bzw. etwas Süßes. Das war’s – mehr nicht!

Dafür gar es aber super schnelles Internet und die Möglich das Handy bzw. Tablet direkt beim Sitz zu laden.

Toskana im Schnelldurchlauf!

Wie gerne hätte ich die 1 ¾ Stunden gemütlich mit meinem Cabrio genossen ♥ Vorbei an idyllischen Burgen und Dörfern auf Hügeln; vorbei an Zypressen gesäumten Straßen, die sich durch die Landschaft schlängeln. Doch auch wenn das Wetter eher schlechter als besser wurde – irgendwann hatten wir unser Ziel vor Augen.

Übrigens: Auch wenn wir uns ca. 140 m südlich von Florenz befinden – es gibt auch in dieser Gegend eine Winterreifenpflicht! Bedenkt das also, falls ihr unserer Kälte entfliehen wollt!

Ankunft im Grand Hotel Excelsior

Dieses Hotel war zwar deutlich größer als ich normalerweise nächtige, aber bei dieser Reise ging es nicht anders. Mein Zimmer bot alles, was man sich wünschen kann, genauso wie das Angebot beim Frühstück. Dennoch – auch wenn der Name darauf schließen lässt, mit einem 4 Sterne Hotel in Österreich kann man es aus verschiedenen Gründen nicht vergleichen.

Das Schönste jedoch waren die Salons, die ich gerne bei einer Tasse Tee länger genossen hätte, aber man kann nicht alles haben.

Der Pool am Dach war leider saisonbedingt bereits geschlossen und ich durfte auch nicht „nur“ zum Fotografieren auf die Terrasse, doch die sensationelle Aussicht konnte ich auch vom Balkon aus genießen.

Die Altstadt von Chianciano

Ihr habt von diesem Ort noch nie gehört? Wenn ihr am Stiefel eine Linie von Grosseto (100 km) und Ancona (200 km) zieht, so liegt Chianciano direkt an dieser Verbindung. Perugia (65 km) und der Lago Trasimeno liegen ebenfalls in dieser Gegend, wenngleich die beiden bereits zur Region Umbrien gehören. Bedauerlicherweise war keine Zeit, dieses Gebiet auch noch zu besuchen; schade, sehr schade, aber ein guter Grund, wieder einmal hierher zu reisen!

Die kleine Stadt Chianciano in der Provinz Siena hat nur ca. 7.000 Einwohner und ist zweigeteilt. Auf einer Hügelkante liegt die malerische Altstadt.

Die Stadtmauer stammt aus dem 13. Jahrhundert und wird durch 3 Stadttore durchbrochen:

  • westlich – die Porta Rivellini,
  • nördlich – die Porta San Giovanni und
  • südlich – die Porta del Sole.

Das erwähne ich nur, falls ihr euch bei einem der Tore verabreden wollt, was hier durchaus üblich ist. Wir haben Chianciano durch das Haupttor – die Porta Rivellini – betreten und nach einem kurzen Rundgang die Sonne untergehen und den Mond aufgehen gesehen. Ganz unglaublich schön, mit der eintausend Jahre alten Stadt hinter uns und der weiten Landschaft der Toskana vor uns.

Doch das Städtchen hat noch mehr zu bieten als eine romantische Aussicht!

Beim Uhrturm, dem Torre dell’Orologio, treffen sich die Einheimischen, wie uns erzählt wurde. Kirchen gibt es natürlich mehr als eine, wobei wir leider keine Zeit hatten, auch nur eine einzige von innen zu besichtigen.

Gerne hätte ich mir auch Zeit für zumindest eines der beiden Museen genommen.

Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich das Museo Civico Archeologico delle Acque (das archäologische Museum – Via Dante / außerhalb der Stadtmauer) gewählt hätte oder lieber die übergroßen Playmobil-Figuren im Museo d’arte (Kunstmuseum – Viale della Libertà) genauer betrachtet hätte.

Wie ihr mich kennt, bin ich natürlich noch essen gegangen, bevor ich den Heimweg angetreten habe. Meine ganz klare Empfehlung ist die Bar Pasticceria “Centro Storico” von Betti Silvana in der Via Antoni Casini 22.

Wenn man durch das Lokal durchgeht, ist auf der Rückseite ein Balkon mit einigen wenigen Tischen. Die Weiten der Toskana habt ihr dann direkt vor Augen!

Hier habe ich nicht nur die wunderbarsten Pici meines Lebens gegessen, sondern auch noch den schokoladigsten Schokoladenkuchen ever, ever, EVER! Den habe ich mir allerdings als Mitternachtsjause mit ins Hotel genommen. 🙂

Die Neustadt – Chianciano Terme

Nur ca. ½ Stunde zu Fuß (2,5 km) und dann seid ihr mitten im „neueren“ Teil, in dem sich die vielen Hotels, aber auch die Terme di Chianciano, befinden.

Lasst mich das Wort NEU erklären:

In der historischen Altstadt sind bereits Funde der Etrusker dokumentiert, aber die Zeitrechnung beginnt kurz nach 1000! Bei der Neustadt hingegen begann man vor etwas mehr als 100 Jahren mit dem Thermen-Tourismus, wobei die Blüte der Hotellerie in den 1950/60 Jahren gewesen sein dürfte.

Bedauerlicherweise wurde bei vielen Häusern ganz offensichtlich seit 2 Generationen einfach wenig bis gar nichts gemacht und das ist nicht zu übersehen. Mich hat es ein wenig an Bad Gastein oder Opatija vor 20 Jahren erinnert, falls ihr wisst, was ich meine. Darum habe ich auch auf Bilder von diesem Teil der Stadt weitgehend verzichtet.

Wer aber über diverse Mängel hinwegsieht, kann sowohl schöne Poollandschaften genießen als auch sich bei Wellness & SPA verwöhnen lassen.

Indiana Park

Für alle, denen nur gemütlich am Wasser liegen und oder SPA Anwendungen genießen zu langweilig ist, bietet Chianciano auch einen Hochseilgarten in der Viale della Pineta 14. Ich habe ihn zwar nicht genutzt, aber eine Weile zugesehen wie Familien offensichtlich richtig viel Spaß dort hatten.

Parco Acqua Santa & Terme Sensoriali

Alleine schon spazieren in dem schönen Park mit den alten Bäumen und Kunstobjekten würde mich entspannen, wenn ich hier leben würde.

Aber im eigentlichen Wellnessbereich Terme Sensoriali gibt es 20 unterschiedliche Räume, um ein perfektes SPA-Erlebnis zu haben. Einige davon zeige ich euch hier. Bei vielen war es aber schwierig, diskret Fotos zu machen.

Ich selbst habe es vorgezogen, nur im Thermalwasser zu plantschen, denn terminierte Behandlungen hätten mich bei dieser Reise eher gestresst.

Was mich tatsächlich interessiert hätte wäre die Schlammbehandlung gewesen, aber wie ihr seht, musste ich draußen bleiben. Die aktuellen Vorschriften werden hier sehr strikt eingehalten und auch wenn ich nicht warten konnte bis Platz für mich frei wurde, ich finde es gut, dass alles hier sehr regelkonform abgeht.

Welche der 20 Bereiche zur Wellness benutzt werden, ist Geschmackssache. Ich mag (Whirl-) Pools – bevorzugt mit Salzwasser, das türkische Bad, die Erlebnis-Duschen, aber auch Aroma- bzw. Farbtherapie. Kneippen mag ich sowieso und wie bereits erwähnt, das Melmarium (Schlammgrotte).

Piscine Termali Theia

Die Theia Thermalbäder, auch “Il bagno degli Etruschi” genannt, fand ich besonders schön. Ich glaube, ich kann sagen, dass wir in Österreich sehr verwöhnt sind, was Thermalbäder angeht, aber hier kommt zu allen Wasser- & SPA Annehmlichkeiten auch noch ein schöner Blick in die toskanische Landschaft dazu.

Eine perfekte toskanische Jause

Weil aber zu einem perfekten Tag auch noch gutes Essen und Trinken dazugehört, wurden wir auch in diesem Bereich nicht enttäuscht! Auch alles, was ich bei anderen Gästen am Teller gesehen habe, hat sehr gut ausgesehen – egal ob kalt wie bei uns oder warme Speisen.

Frittierte Kohlblätter als Vorspeise hatte ich noch nie!

Angebote aus der Umgebung

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, gibt es in dieser Gegend sehr viele Winzer, Olivenöl Bauern und auch Kosmetik-Produzenten. Einige davon haben sich uns vorgestellt und wäre ich mit meinem Auto gereist, so hätte ich bestimmt ein paar Flaschen mitgenommen. Mit der Bahn jedoch war mir das zu beschwerlich.

Das waren aufregende 2 halbe Tage mit unglaublich vielen Eindrücken und wenn ihr wissen wollt, wohin es als Nächstes ging, dann lest hier weiter…

Eine kleine Geschichte noch zum Abschluss:

Vor Jahren habe ich bei einem Kirchen-Flohmarkt eine Tasse gekauft und mir dabei vorgenommen, eines Tages in diesen Ort zu fahren, wo es die Quelle der Heiligen Elena gibt.

Ich hatte beim Kauf keine Ahnung wohin ich reisen muss, aber es war Chianciano!

Tanti Saluti
Elena


Offenlegung:

Auf diese Rundreise wurde ich im Zuge einer Pressereise eingeladen. Meine Erlebnisse beschreibe ich wie immer trotzdem ehrlich.


 

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