Irgendwann im Küstenland
Die Küstenland-Trilogie geht weiter
Nachdem ich euch schon „Nächstes Jahr im Küstenland“ und „Wiedersehen im Küstenland“ vorgestellt habe, fehlt eigentlich nur noch eines: „Irgendwann im Küstenland“.

Damit ist die Küstenland-Trilogie von Christine Casapicola nun auch hier im Blog komplett.
Ich finde es übrigens ganz nett, dass ich die Bücher nicht in der Reihenfolge gelesen habe, in der sie erschienen sind. Bei diesen Büchern spielt das nämlich keine große Rolle. Jedes Kapitel erzählt seine eigene Geschichte und trotzdem entsteht beim Lesen nach und nach ein Bild von dieser besonderen Region, die einmal zum österreichischen Küstenland gehörte.
Wieder kein Reiseführer
Wer bei „Irgendwann im Küstenland“ einen Reiseführer erwartet, wird auch diesmal enttäuscht sein. Und genau das gefällt mir.
Christine Casapicola erzählt von Menschen, Orten und Geschichten aus der Vergangenheit. Die Reise führt von den Julischen Alpen bis nach Piran und natürlich gibt es auch diesmal wieder einige Namen, bei denen ich sofort genauer hinschaue.
Grado ist dabei, ebenso das Collio, Görz, Triest und weitere Orte, die mir von meinen eigenen Reisen bestens bekannt sind.
Es geht um Wein und Honig, Fisch und Salz, um die Lagune von Grado, aber auch um Menschen, deren Geschichten heute kaum noch jemand kennt. Gerade diese Mischung macht für mich den Reiz der Bücher aus.
Denn wenn man wie ich seit vielen Jahren immer wieder in Friaul unterwegs ist, kennt man zwar die Orte. Aber man kennt deshalb noch lange nicht ihre Geschichten.
Und genau da beginnen diese Bücher für mich (und bestimmt auch für viele von euch) interessant zu werden.

Das Küstenland aus einem anderen Blickwinkel
Schon bei den beiden anderen Bänden habe ich gemerkt, dass ich nach dem Lesen manche Gebäude und Orte anders betrachte. Ein Palazzo ist dann eben nicht mehr nur eine schöne Fassade und ein Platz nicht einfach nur ein Platz, an dem man gerade vorbeikommt.
Auch bei „Irgendwann im Küstenland“ gibt es wieder zahlreiche historische Bilder, die die Geschichten ergänzen. Ich mag das sehr, denn dadurch bekommt man zusätzlich ein Gefühl dafür, wie diese Orte einmal ausgesehen haben.
Meine Lieblingsstellen
Und natürlich habe ich auch in diesem Buch wieder einige Stellen gefunden, die ich mir besonders markiert habe, wie über den Montasio Käse, Gradisca und das Resiatal, um nur drei zu nennen.
Aber meine absoluten Highlights in diesem Buch sind die Rezepte!

Wenn ihr die beiden anderen Bücher bereits kennt, wird euch „Irgendwann im Küstenland“ vermutlich genauso vertraut vorkommen. Wer bisher noch keines gelesen hat, kann meiner Meinung nach mit jedem der drei Bände beginnen.
Die Fakten
Irgendwann im Küstenland
Christine Casapicola
296 Seiten | Buch, gebunden
Format: ~142 × 212 × 24 mm
Gewicht: ca. 5 00 g
ISBN 978-88-86950-20-6
Erschienen im Mai 2016
Verlag Edizioni Braitan
Tanti Saluti
Elena
PS: Wer danach noch weiter in diese Welt eintauchen möchte: Von Christine Casapicola gibt es auch „Briefe aus Grado“, das allerdings nicht zur Küstenland-Trilogie gehört.
Offenlegung:
Für diesen Artikel habe ich kein Honorar erhalten, aber das Buch wurde mir freundlicherweise von der Autorin als Rezensionsexemplar überlassen.
