Ketzerisches Venedig

Zwischen Reformation und Inquisition

*Rezensionsexemplar/Werbung* Heute will ich euch wieder einmal ein Buch vorstellen:

Cover Ketzerisches Venedig

Ketzerisches Venedig

Der Claudius-Verlag hat mir freundlicherweise ein Exemplar zur Verfügung gestellt und da ich eine bekennende Venedig-Liebhaberin bin, hat es mich ganz besonders gefreut, dieses Buch lesen zu dürfen.

Die 1. positive Überraschung war für mich, dass es sich nicht um ein Taschenbuch handelt. Es war ein hochwertig gebundenes Buch mit Hardcover und Schutzumschlag.

S.63_©_Norbert_Heyl

Die Autorin Cristina Gregorin hat durch die geschichtliche Einführung gut auf das Thema vorbereitet. Obwohl ich als Katholikin weiß, dass es ein jüdisches Viertel in Venedig gibt, habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, dass auch andere Konfessionen relevant sein könnten. Und noch dazu so viele unterschiedliche Gemeinden!

Seit ich dieses Buch gelesen habe, das mit unglaublich schönen Bildern von Norbert Heyl aufgelockert ist, werde ich vermutlich nie wieder wie vorher durch Venedig spazieren. Alte Apotheken zum Beispiel oder am Friedhof San Michele (die Unterschiede der Gräber)! Aber auch rund um das jetzige Luxus-Kaufhaus Fondaco dei Tedeschi werde ich auf Details mehr achten.

S.70_71_©_Norbert_Heyl

Sehr hilfreich fand ich die Auszüge aus alten Stadtplänen und die Markierungen darin. Sowohl bei den Fotos, als auch bei den Karten war eine sofortige Erklärung dabei, sodass ich immer genau wusste, wo wir uns befinden.

Fußnoten, Begriffserläuterungen und die Chronologie von 600 Jahre Geschichte erleichtern auch NICHT-Historikern das Erkennen der Zusammenhänge. Dass sich ein Kirchenmann wie Paolo Sarpi dafür einsetzte, Ausländern Religionsfreiheit zu gewähren zeigt, dass das Thema auch nach 400 Jahren immer noch nicht ausdiskutiert ist.

S.104_©_Norbert_Heyl

Was ich mir zum Ende hin noch gewünscht hätte, wäre so eine Art Conclusio gewesen, aber das war vielleicht Absicht, denn ich habe nun das Gefühl, da muss doch noch etwas kommen. Vielleicht ein 2. Band, der geschichtlich anschließt…

Danke an den Fotografen Norbert Heyl für die Erlaubnis, seine Bilder im Artikel verwenden zu dürfen  & danke auch an den Claudius-Verlag für das Leseexemplar!

Wer das Buch direkt kaufen möchte, findet die dafür nötige Info hier:
Cristina Gregorin und Norbert Heyl – „Ketzerisches Venedig”
Claudius Verlag –  ISBN 978-3-532-62815-7

Tanti Saluti

Elena


Das Buch für diesen Beitrag wurde mir zur Verfügung gestellt; meine Bewertung blieb davon unbeeinflusst.


 

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