Auf in den Süden

Im 1. Teil meines Berichtes reisen wir durch Friaul und das Veneto. Nun geht es weiter Richtung Süden.

Wir hatten noch viele Pläne für diesen 2. Tag, doch nach der Fülle dieser Eindrücke gönnten wir uns noch ein Eis und fuhren mit kleinen Umwegen mehr oder weniger direkt von Thiene zu unserer 2. Unterkunft, dem Castello Bevilacqua.
Bevilacqua Ankunft
Unser Zimmer – was soll ich sagen – jeder Prinzessin würdig, so wurden wir behandelt und so fühlten wir uns auch. Seufz – sooo schön!!
Bei so einem tollen Haus haben wir natürlich nicht auswärts diniert, sondern im Innenhof gespeist. Es war nicht nur gut, sondern auch schön. Lest mehr darüber in den nächsten Wochen und gebt mir die Zeit, das zumindest in Geiste nochmal zu genießen.Reisen geht immer schnell vorbei! Nun haben wir inzwischen schon mehr als die halbe Strecke hinter uns und wir trennen uns schweren Herzen auch von dieser wunderbaren Unterkunft.Das Wetter war bis jetzt deutlich besser als vorhergesagt 🙂

Wir waren bereit zur Erkundung der nächsten Stadt – mit einer komplett erhaltenen ca. 2 Kilometer langen Stadtmauer!

Montagnana

ist eine Stadt, die noch lebt. Man sieht es an dem geschäftigen Treiben und auch in den Nebengassen sind verschiedene Geschäfte des täglichen Gebrauchs.

Am Hauptplatz stehen Männer zusammen und tratschen – oh Verzeihung: diskutieren! Am 1. Wochenende im September wird übrigens immer ein Palio veranstaltet, an dem 10 Gemeinden aus der Umgebung teilnehmen.Nach einem Café auf der Piazza und einer kleinen Spende in der Kirche ging es weiter nach

Este

wo wir aus Zeitgründen nur sehr kurz Rast machten.

Sehenswert sind nicht nur die Plätze der Altstadt, sondern vor allem der Garten beim Schloss sowie wunderschöne private Gärten, wie hier auf dem Bild.Nun ging es weiter Richtung

Chioggia

wofür wir mehr Zeit eingeplant hatten. Die kleine Stadt ist ein wenig wie Venedig, nur weniger Leute und dafür auch erlaubt für Autos. Uns hat es nicht sooo gut gefallen, was aber vielleicht daran lag, dass wir Hunger hatten und nichts Vernünftiges zu bekommen war, was nicht nur beim Reisen die Laune etwas senkt.

Dennoch will ich euch einen Eindruck vermitteln wie es dort ist und habe euch eine kleine Bilderreihe zusammengestellt, damit ihr euch selbst ein Urteil machen könnt.
Nur so als kleine Zusatzbemerkung: uns wurde (leider erst nachher) von Freunden mitgeteilt, dass

Sottomarina

nett ist, wenn man gut essen will und vorher/nachher in eine Bar gehen. Vielleicht war einer von euch bereits dort und kann mir in den Kommentaren oder mittels PN darüber berichten?!

Aber weiter bei unserer Reise: Da das Wetter schlechter wurde und es sowieso schon spät war, ging es ab Richtung

Padua

wo unsere letzte Nacht geplant war. Nach eingehender Beobachtung des Himmels wagte ich es nicht offen zu fahren und das war gut so.

Wir waren kaum losgefahren, da hat es auch schon angefangen zu schütten und wir fuhren direkt ins Schwarze. Naja – man kann nicht immer Glück haben, dachten wir! Falsch gedacht! Denn wie sich herausstellte, war kurz vor unserer Ankunft in Padua heftiger Hagel und das wünscht sich ja nun wirklich niemand – schon gar nicht mit einem neuen Auto!Unsere Unterkunft war diesmal ein zentrumsnahes B&B mit nur 3 Zimmern und wir waren wieder mehr als zufrieden. Kurz gesagt: Parkplatz, gemütliches Bett, modernes Bad und ein Frühstück genau nach unseren Wünschen! Auch hier folgt demnächst ein Detailbericht vom InChiostro.Solltet ihr nur einen Tagesausflug nach Padua machen, so empfehle ich den Parkplatz gleich beim „Prato della Valle“, dem großen ovalen Hauptplatz. Die Preise sind moderat und falls ihr den Weg zurück nicht findet – das kennt jeder und somit kann man sich leicht durchfragen.Natürlich muss man in Padua auf einen Aperitivo gehen, bevor man zum Abendessen geht. Ich hatte die Freude, dass sich Laura Teso von „My Corner of Italy“ mit uns getroffen hat. Trotz Regen hatten wir eine sehr gute Zeit in der Nähe der Piazza delle Erbe. Grazie Laura!
Immer wenn ich in Padua bin, muss ich meinen Lieblingsheiligen aufsuchen, den Heiligen Antonius! Irgendwie habe ich immer viel im Kopf und bin daher manchmal schusselig, aber: kurz den Heiligen Toni befragt und schon finde ich Dinge wieder und erinnere mich, was ich gerade tun wollte. Ich mag ihn und beim nächsten Besuch werde ich bestimmt wieder hingehen.
Padua ist eine meiner Lieblingsstädte in dieser Region und kann nicht mit wenigen Worten beschrieben werden. Darum auch hier – dran bleiben und bald mehr lesen …

Am Heimweg

Nun neigt sich unsere Reise dem Ende entgegen und wir sind so voll im Kopf mit all den Eindrücken, dass wir beschließen, entlang des Brenta noch einmal verschiedenste Villen – restauriert oder auch nicht – auf uns wirken zu lassen.

Eines werde ich aber in nächster Zukunft machen: eine Fahrt mit einem der Brenta-Schiffe, um all die Villen einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass sich die Preise dafür zwischen 55,– und 99,– Euro bewegen. Kein Schnäppchen,  aber ich denke, das werde ich investieren.
Nun haben wir so viele geschichtsträchtige und wunderschöne Bauwerke gesehen, dass wir ein Kontrastprogramm brauchen. Wir beschließen diese Reise mit einem Besuch im

  • Noventa di Piave Designer Outlet – und weil das noch nicht alle unsere Shopping Wünsche befriedigt hat, fahren wir weiter ins
  • Adriatico2 in Portogruaro, aus dem ich praktisch nie ohne Einkaufserfolg heimfahre.
Am Ende dieser Reise stehen wir vor der schweren Entscheidung:

  • direkt auf der Autobahn Richtung Heimat (das wären ca. 370 km und knapp 4 Stunden) oder
  • noch 1, 2 oder gar 3 Strandtage dranhängen und das Gesehene so richtig verarbeiten?!
Dankbar für eine schöne und sichere Reise.
Was wir gemacht haben bleibt unser Geheimnis. Und falls ihr die Reise in dieser oder einer ähnlichen Route nachmachen wollt, dann schaut in den nächsten Wochen immer wieder ‚mal hier rein. Viele Details der Dörfer und Städte entlang des Weges und die Hotel Beschreibungen werden in separaten Posts folgen.

DANKE nochmal für die Unterstützung bei unserer Reise, die wir ohne MAZDA Austria in dieser Form nicht gemacht hätten!

Tanti saluti
Elena
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