Wo zieht es mich hin?

Ich überlege oft wo es mir in Italien besonders gut gefällt. Da gibt es natürlich die tollen Städte wie Rom, Florenz und Venedig. Letzteres besuche ich jährlich mindestens 2x und ich habe auch schon 2 Artikel darüber geschrieben. San Marco und Umgebung bzw. die hinteren Ecken von Venedig.

Mein Herz hängt an Lignano, was jetzt bestimmt bei einigen Kopfschütteln hervorrufen wird. Ein Badeort an der oberen Adria? Für mich persönlich ein lautes JAAA, denn ich wohne dort einen Teil des Jahres und habe dadurch viele Möglichkeiten kennengelernt, die Urlauber auf den ersten Blick oft versäumen. Falls es dich interessiert, lies gerne hier meine Season und Off-Season Tipps.

Aber der Hauptgrund, warum ich mir hier über meine Lieblingsreiseziele in Italien Gedanken mache, ist

die Blogparade von Julia auf Italienundich.com

Ich will euch einen kleinen Vorgeschmack auf einige meiner nächsten Artikel geben und die beschreiben

Triest, Padua und Meran.

3xLieblingsziel

  1. Triest (Friaul-Julisch Venetien)

Praktisch an der östlichen Ecke von Italien findet sich die wunderschöne Stadt Triest, die italienische Leichtigkeit und das Flair einer österreichischen Kaiserstadt unübersehbar in sich vereint. In Triest versammelten sich im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlichste Kulturen und Konfessionen, was sich heute noch an den zahlreichen Kirchen zeigt. Viele von euch kennen sicher Illy-Kaffee; über 50 Firmen sind in dieser Stadt in irgendeiner Weise mit Kaffee verbunden! Wir haben im Laufe unserer Besuche typisch italienische Cafés getestet, aber auch Kaffeehäuser besucht, die in Wien stehen könnten.

Für alle, die es historischer haben möchten – das idyllisch gelegene Schloss Miramare, das der Bruder von Kaiser Franz Joseph I. erbauen ließ, sollte man unbedingt besichtigen und dabei auch genug Zeit für den großen Garten einplanen. Natürlich ist Triest auch der Schauplatz von Commissario Laurenti, der neben Brunetti und Montalbano immer wieder zu meinen Pflichtterminen bei der abendlichen Entspannung im Ruhemodus gehört. Schon der Weg nach Triest ist die Reise wert, denn die bekannte „Strada Costiera Trieste“ führt an der Küste entlang und begeistert mich immer wieder.

Trieste

  1. Padua (Venetien)

Eine vielfach unterschätzte Stadt ist für mich Padua. Durch die Nähe zu Venedig versäumen es viele Urlauber, diesen kleinen Abstecher zu machen. Nicht nur, dass die beeindruckende Basilika des Heiligen Antonius einen Besuch wert ist, nein auch der ovale Hauptplatz Prato della Valle (der 3. Größte Platz in Innenstadt-Nähe in Europa), sowie der Palazzo della Ragione auf dessen beiden Seiten die Piazza delle Erbe und die Piazza delle Frutta mit den jeweiligen Märkten sind.

In Padua befindet sich auch die drittälteste Universität (1222 gegründet) Italiens, auf der schon Galileo Galilei unterrichtete. Sie gehört auch heute noch zu den wichtigsten Universitäten Italiens auf der jedes Jahr 60-70.000 junge Menschen studieren.

Padua

  1. Meran (Südtirol)

Mein letzter Tipp für euch ist Meran in Südtirol. Schon unsere Kaiserin Sisi mochte das Klima hier besonders und ich kann es ihr nicht verdenken. Fast jeden Frühling zieht es mich durch die spektakuläre Bergwelt Richtung Süden, um dann einige entspannende Tage in Meran samt Umland zu verbringen.

Die Dichte der Burgen und Schlösser ist in dieser Region umwerfend! Leider (für uns als Besucher) sind viele dieser historischen Gebäude privat bewohnt und können nur von außen bewundert werden. Gott sei Dank muss ich aus architektonischer Sicht sagen, denn ein Haus (auch wenn es eine Burg ist) soll doch bewohnt werden. Auch mein persönlicher Favorit die Brunnenburg ist gleich außerhalb von Meran. Ob Wandern, Schifahren oder Wellness – in dieser Stadt wird alles geboten!

Merano

Danke an dieser Stelle noch einmal an Julia, dass ich durch diese Blogparade einen Anlass hatte, wieder einmal in mich zu gehen und meine persönlichen Lieblingsreiseziele in Italien zu überdenken. Es gäbe so viele mehr, aber

den genannten Dreien widme ich praktisch jedes Jahr mindestens einen Tag

und ich entdecke immer wieder Neues!

Für alle, die einen Kurzurlaub daraus machen möchten: Ich empfehle 5-6 Nächtigungen, um auch den Weg als Ziel stressfrei genießen zu können. Die Strecke selbst ist sicher schneller zu schaffen: 420-450 km und 5-8 Stunden je nachdem ob mit oder ohne Autobahnen.

Ich hoffe, ihr bleibt mir gewogen und lest in den nächsten Wochen bzw. Monaten die detaillierten Berichte über diese oft unterschätzten Schönheiten im Norden Italiens.

Tanti Saluti
Elena
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