Palmanova – die sternförmige Stadt

Praktisch alle, die schon einmal mit dem Auto nach Grado gefahren sind, werden an der Stadt Palmanova vorbeigekommen sein. Aber um diese Stadt in voller Schönheit zu erleben müsste man ein Vogel sein!

 
Palmanova wurde von den Venezianer als Vorzeige-Festungsstadt errichtet und ist in dieser Bauweise und dem guten Erhaltungszustand einzigartig!

3 Tore und 9 Zacken begrenzen den Ortskern.

An den Namen der Stadttore erkennt man, in welche Richtung die Straßen führen: Porta Aquileia (vormals Marittima), Porta Udine und Porta Cividale.

Eines der 3 Stadttore von Palmanova

Palmanova im Laufe der Jahrhunderte

Die Stadtmauer wurde in 3 Ringen in unterschiedlichen Jahrhunderten erbaut, damit sich die Einwohner noch besser verteidigen konnten. Vom Wassergraben ist nur bei ausreichend Regen noch etwas zu sehen.

Wer viel Zeit hat sollte außerhalb der Mauern im Grünen die Stadt umrunden. Gutes Schuhwerk ist hier aber angeraten – vor allem wenn die Tage zuvor das Wetter vielleicht nicht ganz optimal war.

Doch nicht nur vor Hunderten von Jahren war dieses Gebiet umkämpft.

Wenn ihr an militärischer Geschichte interessiert seid, so wisst ihr bestimmt, dass hier in der Gegend viele junge Männer im 1. Weltkrieg ihr Leben verloren. Der Friedhof vor der Stadtmauer zeugt davon…

Die Vorteile einer Kleinstadt

Da Palmanova nur ca. 5.500 Einwohner hat, kann man die Stadt gut zu Fuß erkunden. Besonders aufmerksamen Besuchern werden die riesigen Figuren der ehemaligen Befehlshaber auf der Piazza Grande nicht entgehen.

Der Wochenmarkt, regelmäßige Antiquitätenmärkte und natürlich im Advent ein kleiner Weihnachtsmarkt finden auf dieser großen freien Fläche statt.

Palmanova ist UNESCO-Weltkulturerbe

Auch wenn die unterschiedlichen Machtverhältnisse immer wieder zu Kriegshandlungen geführt haben, eines blieb unverändert: Die Stadt war über Jahrhunderte ein Verteidigungspunkt, obwohl in Palmanova Centro elegante Bauwerke aus der Renaissance dominieren. Diese wurden seinerzeit von den Offizieren bewohnt. Heute befindet sich z.B. auf dem nachstehenden Bild eine Café-Bar (die ich regelmäßig aufsuche) in dem Gebäude 🙂

2017 wurde diese außergewöhnliche Kleinstadt zurecht in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe-Städte aufgenommen. Wenn man am Hauptplatz steht, kann man den sternförmigen Grundriss der Planstadt aus dem 16. Jahrhundert durchaus erkennen.

Sehenswürdigkeiten

Es gibt zwar 3 Kirchen in der Stadt, aber zumindest der große, strahlend weiße Dom „Parrocchia del Santissimo Redentore“ an der Piazza Grande (Piazza Vittorio Emanuele) dürfte bei jedem Besuch unübersehbar sein.

Unbedingt auch von innen besichtigen!

Ob man sich dann noch die Zeit nimmt, ins Militärmuseum (Museo Storico Militare) bzw. ins Stadtmuseum (Civico Museo Storico) zu gehen oder eher das Ortsbild selbst auf sich wirken lässt, ist reine Geschmackssache.

Ein Rundgang um die große freie Fläche des Hauptplatzes lohnt sich. Pausen in einem der Lokale sollten dabei nicht fehlen!

Das Theater ist nur eine Gasse weiter.

Die Palazzi am wirklich großen Hauptplatz beherbergen heute Banken, Lokale und die Stadtverwaltung – Municipio.

Im Ecklokal gibt es übrigens ausgezeichnetes Eis 🙂

Unübersehbar sind die alten Gerätschaften, die gut beschrieben auf der Piazza Grande ausgestellt sind. Vor allem mit Kindern kann man hier mit abenteuerlichen Erklärungen in die Vergangenheit eintauchen.

Kulinarisches

Möglichkeiten gemütlich zu essen oder auch nur ein Eis bzw. einen Kaffee zu trinken gibt es mehr als ausreichend.

Insider-Tipp: Das ganzjährig geöffnete Pizzeria-Trattoria „Ai Due Delfini“ (Borgo Aquileia 26) ist in weitem Umkreis bekannt für seine gute und bodenständige Küche. Auch die Pizzen sind empfehlenswert. Hier fühlt man sich nicht wie ein Tourist und wird auch nicht als solcher behandelt!

Veranstaltungstipps

Am ersten September Wochenende findet das “AD 1615 Palma alle Armi“, ein historisches Fest in tollen Kostümen, das die Streitigkeiten zwischen Venedig und den Habsburgern wieder aufleben lässt, statt. 800-1000 Teilnehmer aus unterschiedlichen Ländern machen dieses Spektakel sehenswert.

Falls ihr auch im Advent in dieser Gegend unterwegs seid, so besucht unbedingt Palmanova! Auf der Piazza Grande ist es unglaublich idyllisch ♥

Anfahrt und Umland

Palmanova liegt südöstlich von Udine und ist daher perfekt zu kombinieren mit einem Badeurlaub in Grado. Alternativ sind Ausflüge nach Triest, Gorizia oder Pordenone möglich. Selbst nach Venedig sind es nur ca. 110 km!

Für die immer mehr werdenden Radfahrer möchte ich anmerken, dass die Stadt direkt an der inzwischen doch sehr bekannten Route des Alpe-Adria-Radweges liegt.

Von Salzburg bis Palmanova “nur” 333 km.

Last but not least: Interessante Shopping Möglichkeiten findet man im nahegelegenen „Palmanova Outlet Village“ (Loc. Joannis, 33041 Aiello del Friuli) oder den großen Einkaufszentren „Città Fiera“ (Via A. Bardelli 4, Torreano di Martignacco bei Udine) bzw. „Tiare Shopping“ (Maranuz 2, Villesse Richtung Triest).

Tanti Saluti

Elena


Offenlegung:

Dieser Artikel entstand ohne Auftrag und ohne Bezahlung.


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4 Comments

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