Triest – Matthias Jacob beschreibt die Stadt der Winde

Zuletzt aktualisiert am 29. September 2021 um 19:38

Mit Ausflügen zum Schloss Miramare, nach Duino, Muggia und ins Karstgebiet

Bereits als ich dieses Buch erhalten habe, war ich freudig überrascht. Es war dermaßen sorgfältig verpackt, wie noch keines meiner Rezensionsbücher zuvor. Das alleine hat mich schon sehr positiv auf den Verlag eingestimmt (Werbung | Rezensionsexemplar).

Das Buch selbst ist absolut handlich und bei meinem anstehenden Triest Besuch wird es – versehen mit einigen Post-it® Page Markern – mit auf den Stadtausflug gehen.

Ich erlaube mir zu sagen, dass ich Triest (abgesehen von den reinen Wohngebieten) ziemlich gut kenne. Ebenso das Umland!

Die Unterteilung ist sehr übersichtlich

3 + 3 farbig gekennzeichnete Kapitel erleichtern den Lesern, schnell das Gesuchte zu finden.

  • Land und Leute
  • Triest
  • Die Umgebung von Triest

Innerhalb dieser Kapitel ist die Gliederung so gut, dass man sogar ohne das ganze Buch zu lesen, schnell hilfreiche Informationen finden würde, wenn man bereits direkt vor Ort sein sollte.

Weiters sind noch

  • Reisetipps von A bis Z
  • ein Sprachführer
  • und ein nützlicher Anhang

zu finden.

Gleich zu Beginn ist eine Sammlung der herausragendsten Sehenswürdigkeiten inklusive einiger Bilder übersichtlich dargestellt.

Würde man alleine das sehen wollen, wäre ein verlängertes Wochenende durchaus gut bestückt, wenn man Speis & Trank sowie die Wege dazwischen und etwas Dolce Vita dazurechnet. Und glaubt mir – in Triest könnt ihr die italienische Lebensart besonders am Freitagabend nicht übersehen!

Doch auch das k.u.k.-Erbe und die slowenischen Einflüsse sind offensichtlich. Ersteres bemerkt ihr besonders an der Architektur einiger Stadtteile und letzteres an bestimmten Gaststätten, die es so nur hier gibt.

Ich liebe Triest

Ich liebe diese Mischung, denn Triest bietet für mich das Beste aus 3 Ländern und Matthias Jacob hat das auf den Punkt gebracht. Ebenso reizvoll finde ich die Adriaküste gleich unter dem Karst Plateau, das wie ein Bilderrahmen die Stadt umgibt.

Massentourismus wie in Venedig findet man hier nicht, wenn gleich in den wärmeren Monaten die Urlauber aus den nahen Badeorten Grado, Lignano Sabbiadoro und Bibione hier eine Auszeit vom Strand suchen.

5 detaillierte Stadtspaziergänge

Besonders dafür eignet sich das Buch, sind doch Spaziergänge beschrieben, die unter anderem in das für mich als Österreicherin interessante Borgo Teresiano führen oder auf den Colle di San Giusto, von wo aus man einen spektakulären Blick auf die Stadt und die Adria hat. Beides ist quasi Pflichtprogramm bei einem Triest Besuch.

Ein kleiner Auszug aus dem Stadtplan erleichtert die Orientierung; Bilder von markanten Gebäuden ebenso. Hilfreich sind auch die farbig abgesetzten EXTRA-Seiten, die immer auf etwas Spezielles, wie z.B. die Kaffeehäuser, eingehen.

Sogar auf  Interessantes für Kinder wurde nicht vergessen, damit sich der Nachwuchs bei der Stadtbesichtigung nicht langweilt.

Triest im Überblick

Die wirklich komprimierte – und ich meine das im positivsten Sinn – Einführung in die Fakten rund um Triest ermöglichen es allen, die eigentlich nichts über diese Gegend wissen, sich in kürzester Zeit einen Überblick zu verschaffen. Damit meine ich Geografie, Geschichte, Kunstgeschichte, Musik, Speisen und vieles mehr. Ich wünschte, so kompakt wären früher meine Schulbücher aufbereitet gewesen…

Ihr seht also, es wurde an alles gedacht und der große Gastronomie Teil erleichtert das Finden von passenden Einkehr-Möglichkeiten. Es ist für jede/n das Richtige dabei.

Beim Lesen dieses Reiseführers merkt man, dass der Autor Matthias Jacob Kunstgeschichte studiert hat. Nie wieder, wirklich NIE wieder werde ich nach diesem Buch “einfach so” durch Triest spazieren können. So viel Information kompakt und gut lesbar aufbereitet lässt mich jetzt schon die Tage zählen, bis zu meinem nächsten Besuch.

Das Buch kommt mit und ich werde alleine reisen. Denn ich werde bestimmt bei vielen Gebäuden deutlich länger als sonst verweilen und das mute ich keiner Begleitung zu 🙂

Die Fakten

“Triest”

von Matthias Jacob

284 Seiten | Taschenbuch mit Klappen | 190 x 120 x 16 mm
230 Fotos und historische Abbildungen | 17 Stadtpläne, Übersichtskarten und Grundrisse
Trescher Verlag Berlin | ISBN 978-3-89794-502-9

Tanti Saluti
Elena


Offenlegung:

Der Triest-Reiseführer wurde mir vom Trescher Verlag Berlin zur Verfügung gestellt. Die Eindrücke beschreibe ich wie immer neutral, obwohl es sich zugegebenermaßen um eine meiner Lieblingsstädte handelt.


 

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2 Comments

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  1. says: Martina

    Es ist schon einige Jahre her, dass ich Triest besucht habe. Damals war es ein typischer Abstecher für einen Tag, vom Campingplatz an der Adria aus.

    Die Atmosphäre der Stadt ist in vielerlei Hinsicht sehr besonders. Triest habe ich vom ersten Augenblick an als eine Art „historische Melting-Pot-City“ Europas erlebt. Und das hat mich auch ohne genauere Geschichts-Kenntnisse sehr fasziniert: das Castello di Miramare etwas außerhalb der Stadt, der jüdische Friedhof, die Nähe zum Meer sowohl mit Freihafen als auch mit Liegeplätzen für Boote, Schiffe und Yachten, die spektakuläre Piazza della Borsa.

    Diesen Spätsommer ist es nun endlich soweit, dass ich mir die Stadt an einem langen Wochenende etwas genauer ansehen werde – mit im Gepäck ganz bestimmt dieser wirklich wunderbare Reiseführer von Matthias Jakob. Da unsere Töchter seit Kindergarten-Tagen Freundinnen sind, kenne ich den Autor persönlich und weiß, wie sehr er für seine Arbeit brennt und wieviel echtes Know-how er beizusteuern hat.

    Alle Impressionen und die vielen, auch in ihrer Unterschiedlichkeit so reizvollen Ecken und Winkel Triests, die ich noch so gut im Kopf hatte, habe ich erfreulicherweise in dem Büchlein wieder entdeckt: bestens mit kultur-historischem Sachverstand und zugleich mit Blick für das Besondere erläutert und dargelegt.

    Als Kaffee- und Espresso-Liebhaberin freue ich mich sehr über die interessanten Ausführungen über und die schönen Tipps rund um die Tradition der Kaffeehäuser in Triest. Da hat sich eine weitere Bildungslücke dahin gehend schließen lassen, wie sehr Kaffee zu und nach Triest gehört.

    Des Weiteren finden sich einladende Wander- und Spazierwege abseits des städtischen Treibens. So lässt sich Triest bestimmt vielseitig erkunden und in jeder Hinsicht genießen.

    1. says: Elena

      Liebe Martina,
      wie schön, dass du den Autor kennst 🙂 Ich habe mir das Buch auch schon zurechtgelegt und werde in den kommenden Wochen auch gezielt durch Triest spazieren. Ich war schon sehr oft dort, aber Matthias Jakob hat so viele für mich interessante Informationen gesammelt, dass dieses Buch unter den vielen, die ich über diese Stadt daheim habe, einen Ehrenplatz in meiner Ferienwohnung bekommen wird. Damit ich es immer griffbereit habe, wenn ich wieder hinfahren möchte.
      Viele liebe Grüße
      Elena