Mehr Marinas in der Mitte von Friaul

Zuletzt aktualisiert am 25. November 2019 um 18:40

Kürzlich habe ich euch einige Marinas im Osten von Friaul vorgestellt. Heute reisen wir weiter nach San Giorgio di Nogaro. Die Ortschaft liegt jeweils von Udine, Grado und Lignano ca. 30 km bzw. 1/2 Stunde mit dem Auto entfernt und um zu den Marinas zu gelangen, muss man noch einige Kilometer Richtung Zona Industriale Aussa Corno fahren (Werbung | Pressereise).

Alle genannten Marinas sind Teil eines

Netzwerkes mit 20 unabhängigen Marinas

das in Zukunft noch ausgebaut werden könnte.

Shipyard & Marina Sant’Andrea

Wir beginnen bei einer Marina, bei der die Schiffszufahrt sogar für einen Laien wie mich als angenehm und sicher zu erkennen ist.

Hier gibt es einen alten (Boote bis max. 15 m Länge) und einen neuen Teil (bis 30 m Länge), wobei die Tiefe bis zu >7 m beträgt. Mehr als 700 Land- und Wasser-Liegeplätze werden geboten, ein Kranbecken und 2 Travel-Lifte mit 80 und 115 Tonnen Hubkraft – einfach beeindruckend!

Wir durften auch die Schiffswerft Marina Sant’Andrea besuchen; hier findet man alles, was man für die Instandhaltung seines Schiffes braucht: eine Tischlerei, eine Schlosserei und Lackierarbeiten können ebenfalls durchgeführt werden.

Die Marina Sant’Andrea ist die erste italienische Marina, die nachweislich Energie aus erneuerbaren Quellen verwendet – das ist gut für die Natur und für unser aller Zukunft! Doch nicht nur die Energiegewinnung, auch der Umweltschutz sind ein Thema in dieser Marina.

Noch nie habe ich eine Vorrichtung im Wasser gesehen, die schwimmenden Unrat jeglicher Art sammelt. In der Marina Sant’Andrea gibt es einen „Seabin“, eine Art Körbchen, das in der Lage ist bis zu 500 kg Abfall pro Jahr zu sammeln. Dazu gehören nicht nur organische Stoffe, sondern auch Plastik bis 5 mm Durchmesser und winzige Mikrofasern. Ein hohes Lob von mir dafür!

Der Pool ist nicht gerade klein

Wie in vielen Marinas gibt es auch hier einen Pool, um sich die Tage ohne Arbeit am Boot so angenehm wie möglich zu machen.

Dass es natürlich sehr oft etwas zu reinigen oder reparieren gibt wissen alle, die ein Boot besitzen.

 

 

Man at Work

Während unseres Rundganges habe ich einen besonders mutigen Arbeiter beobachten können.

NIE, nie, nie würde ich so hoch auf einen Masten hinaufklettern wollen.

Nicht mal wenn es einen Aufzug gäbe! Meine höchste Bewunderung für alle, die das können!

 

Das Restaurant

Bevor wir uns auf den Weg zur nächsten Marina gleich in der Nähe machten, wurden wir noch ein wenig verwöhnt!

Was soll ich euch sagen: ich liebe Canolli, seit mich der sizilianische Gatte einer meiner Freundinnen das erste Mal darauf aufmerksam gemacht hat.

Erst im Frühling 2019 wurde das Restaurants neu eröffnet und wenn alles so gut schmeckt wie diese Leckerlies, dann sollte ich bald mal einen Ausflug machen 🙂

Nur wenige Minuten entfernt – wieder zurück Richtung San Giorgio di Nogaro – besuchen wir die nächste Marina.

Marina Planais

Hier liegen die Boote im Süßwasser des Flusses Corno und was mir ganz besonders aufgefallen ist: diese Marina war ausgesprochen sauber und auf meine Rückfrage hat Federico, einer der 3 Besitzer mir erklärt, dass ihm Sauberkeit besonders wichtig ist.

Doch nicht nur sauber sollte es sein: bei keiner anderen Marina sind mir so deutlich Warnschilder aufgefallen.

Was ich aus den Erzählungen ebenfalls heraushören konnte ist die Tatsache, dass hier Besitzer von kleinen und großen Booten gleich behandelt werden. Bis 10/15 m ist es übrigens gut möglich, beim Service selbst einiges zu erledigen und somit ein wenig Geld zu sparen. Auch nicht schlecht, wie ich meine, denn aus meinem Umfeld weiß ich, dass man nicht zwingend reich sein muss, um ein Boot zu besitzen.

Auch hier konnten wir ein wenig bei der Arbeit zusehen und ich kann euch sagen: ist ein so großes Schiff im Trockenen kommt man sich daneben noch kleiner vor als wenn es im Wasser ist. Die üblicherweise „unsichtbaren“ Teile sind durchaus einen genaueren Blick wert.

Schiffe habe ich bisher in fast jeder Größenordnung gesehen und wenn ihr mich fragt: Mir würde dieses Boot reichen 🙂

 

Wo mehrere Marinas so dich beisammen sind, darf natürlich auch eine Segelmacherei nicht fehlen!

Das hätte ich mir auch noch gerne angesehen, aber leider war dafür die Zeit zu kurz.

Wir waren nämlich schon wieder zur nächsten unterwegs und diese Marina ist in unmittelbarer Nähe der Vorherigen.

Cantieri Marina San Giorgio

Bei unserer nächsten und letzten Marina in San Giorgio ist es ebenfalls möglich, selbst mitzuarbeiten.

Wir durften natürlich auch in die Hallen gehen, aber ich zeige euch diesmal noch etwas anderes, das mir hier besonders aufgefallen ist: Es waren unheimlich viele Bäume nahe der Anlegestellen! Irgendwie sah es grüner aus als sonst.

Für uns Salzburger gibt es hier eine Besonderheit:
Die in unserem Umkreis auch bei vielen, die KEIN Boot besitzen, bekannte Firma „Sunbeam Yachts“ hat hier einen Stützpunkt!

Doch noch etwas hat mir hier gut gefallen 🙂

Das Restaurant

war sehr chic und natürlich haben wir auch hier zwischendurch eine Kleinigkeit zu uns genommen. Schade, dass wir keine Zeit hatten die Leckereien zu verkosten, die uns der Koch gezeigt hat. Aber auch diese Adresse werde ich mir merken und bei Gelegenheit wiederkommen!

In der Nähe gäbe es noch zwei weitere Marina, die ich euch jedoch (noch) nicht präsentieren kann.

  • Marano Lagunare – Portomaran
  • Palazzolo dello Stella – Marina Stella Resort

Da ich aber beide Ortschaften regelmäßig besuche, kann ich es nicht ausschließen, dass ich privat – auch ohne Pressereise – einfach vorbeischaue und Euch mit ein paar Bildern irgendwann zeige, was es dort zu sehen gibt.

Unsere Fahrt setzen wir fort Richtung Westen und über die verbleibenden Marinas in Aprilia Marittima sowie Lignano-Sabbiadoro berichte ich euch hier…

FVGMarinas

Rete Marine Friuli Venezia Giulia 
Darsena San Marco S.r.l.
Testata Mosconi 1
34073 Grado (UD)
darsenasanmarco [at] pec [dot] darsenasanmarco [dot] it

 

Tanti Saluti – Elena


Offenlegung:

Dieser Artikel entstand im Zuge einer Pressereise. Ich hatte kaum zusätzlichen Kosten und bedanke mich herzlich für die Einladung und all die hilfreichen Informationen, ohne die dieser Beitrag nicht hätte entstehen können!


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