Pordenone – 4×4 Ausflüge in alle Himmelsrichtungen

Der Süd-Westen von Friaul-Julisch Venetien und darüber hinaus

Diese charmante Stadt habe ich euch bereits in einem früheren Artikel vorgestellt. Diesmal geht es aber nicht um die Stadt Pordenone – es geht um Ausflüge, die man von hier aus innerhalb ca. einer Auto-Stunde (Luftlinie ca. 45 km) unternehmen kann.

Damit das Ganze übersichtlich bleibt, habe ich den Umkreis in Viertel eingeteilt und zeige euch im Uhrzeigersinn eine Auswahl an Möglichkeiten. Natürlich gibt es noch ganz viel mehr und an einem Tag kann man auch keines der Viertel sinnvoll komplett besichtigen. Aber wenn ihr ein/zwei Vorschläge aufgreift, dann wird es ein toller (Kurz-) Urlaub.

Ausflüge in den  Nord-Osten von Pordenone

  • Maniago
  • Spilimbergo
  • San Daniele del Friuli
  • Udine

Von Pordenone aus fährt man in die Berge, um dort die Maniago, die Stadt der Messer, zu besuchen. Zu sehen ist neben dem typischen Dorfplatz auch ein netter Palazzo samt Park und eine Ruine am Hügel. Als besonders interessant habe ich das Messer-Museum empfunden, das in wirklich kurzweiliger – teils interaktiver – Weise die Geschichte von allerlei Schneidwerkzeugen zeigt.

Nicht weit davon ist Spilimbergo, die Stadt der Mosaike. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, könnte die international bekannte Mosaikschule besuchen. Ich war definitiv beeindruckt! Aber auch die Basilika samt Krypta und den Palazzo Dipinto muss man gesehen haben.

Ganz nahe davon ist San Daniele del Friuli. Hier lohnt es sich, in einer der vielen Gastwirtschaften den original San Daniele Schinken zu verkosten. Zugegeben – ein nicht ganz günstiges Vergnügen, aber bei meinem letzten Besuch kann ich voll und ganz behaupten: Es war den Preis wert! Kulinarisch geht es hier aber noch weiter. Adelia di Fant hat einen kleinen Betrieb, in dem göttliche Pralinen hergestellt werden. Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen!

Diese 3 kann man durchaus miteinander kombinieren und hat somit landschaftliche, historische und kulinarische Highlights.

Für Udine würde ich einen eigenen Ausflugstag einplanen, denn nicht nur, dass diese Stadt deutlich größer ist als die zuvor genannten, es gibt abseits der Sehenswürdigkeiten natürlich auch Interessantes vor allem für uns Frauen! Ich liebe Shopping in Udine und vielleicht bin ich ja nicht allein damit 🙂

Ausflüge in den  Süd-Osten von Pordenone

  • Rivolto bei Codroipo
  • San Vito al Tagliamento
  • Portogruaro
  • Lignano-Sabbiadoro

Von Pordenone aus Richtung West kommt man gleich in der Nähe von Codroipo nach Rivolto. An sich ein eher unbedeutendes Dorf, wäre da nicht der Stützpunkt der legendären Pattuglia Acrobatica Nazionale, besser bekannt als Frecce Tricolori. Die Militärbasis kann man nach Voranmeldung besichtigen. Für alle, die das weniger interessiert, ist gleich schräg gegenüber das Weingut Pittaro, in dem ein geniales Weinbau & Glas-Museum eingerichtet ist.

Süd-östlich kann man die kleine Stadt San Vito al Tagliamento erreichen. Hier schlendere ich gerne durch das Zentrum und erfreue mich am typisch italienischen Leben. Und wenn ihr Glück habt, findet auch gerade eine der vielen Veranstaltungen statt.

Sesto al Reghena und Cordovado sind nur 2 der „Borghi più belli d’Italia“ – der „Schönsten Dörfer Italiens“ – in dem Fall von Friaul! Zu finden sind diese beiden gleich im Umfeld von Portogruaro – einer Stadt, die ein so idyllisches Zentrum hat, dass ich mehrfach im Jahr dort spazieren oder Abendessen gehe.

Wer aber all das nicht möchte, sondern einfach relaxen, der fährt am besten ans Meer und besucht Lignano-Sabbiadoro. Dort findet man Sport und Spaß oder besucht den Zoo bzw. eine der Veranstaltungen, die regelmäßig stattfinden.

Ausflüge in den  Nord-Westen von Pordenone

  • Oderzo
  • Treviso
  • Conegliano
  • Sacile

Süd-westlich von Pordenone besuche ich immer wieder Oderzo. Eine angenehme Kleinstadt, die im Sommer auf der Piazza Grande zur Bühne für Opern wird (Opera in Piazza). Seid ihr aber zu einer anderen Zeit dort, so ist es der perfekte Zwischenstopp für einen Cafè oder Aperitivo auf dem Weg nach Treviso.

Sehenswert ist die Altstadt von Treviso sowie die Stadtmauer. Mir gefallen besonders die vielen Kanäle gut („città delle acque“) und die netten kleinen Lokale. Mehr als Oderzo und Treviso ist an einem Tag nicht sinnvoll.

Treviso

Conegliano ist bestimmt vielen von euch in Verbindung mit Prosecco bekannt. Abgesehen davon, dass das Zentrum nett zum Flanieren ist, würde ich hier eher eine kleine Rundfahrt durch die Hügel mit den Weinbergen machen.

Am Rückweg nach Pordenone könnte man hier noch eine Pause in Sacile einlegen. Auch hier fließt ein idyllischer Fluss, der Livenza, durch das Zentrum. Als „Garten Venedigs“ wird diese Stadt oft bezeichnet.

Ausflüge in den  Nord-Westen von Pordenone

  • Vittorio-Veneto
  • Belluno
  • Polcenigo
  • Aviano

Westlich von Pordenone, am Rande der Berge, kommt man zu einer weitgehend unbekannten Stadt: Vittorio-Veneto. Unbedingt die Piazza Flaminio besuchen – mitten in einem Ortsteil mit mittelalterlichem Flair.

Die genannte Stadt liegt ungefähr auf halbem Weg nach Belluno, das bereits in den friulanischen Alpen – genau den Belluneser Dolomiten – liegt. Der Weg entlang des Lago di Santa Croce allein wäre schon diesen Besuch wert.

Am Weg zurück könnte man sich noch Polcenigo ansehen, auch eines der „Borghi più belli“. Eher klein, zugegeben, aber mit Charme und den Quellen des Gorgazzo. Da es keine 10 Kilometer von unserem letzten Vorschlag entfernt und am Heimweg liegt, ist es fast ein MUSS.

Mit Aviano schließe ich nun meine Vorschläge. Solltet ihr hier einen Militärjet hören, so erschreckt nicht, denn es ist einer der NATO-Stützpunkte in Italien. Doch das ist nicht der Grund unseres Besuchs. Das Castello d’Aviano sowie der sehr alte Ortskern laden zu einem Spaziergang ein, bevor wieder Pordenone erreicht wird.

 

Ich hoffe, ich konnte euch einige Tipps geben, wie ihr in einem eher nicht so touristischen Gegend einen abwechslungsreichen Urlaub verbringen könnt.

Solltet ihr in diesem Radius weitere Tipps haben, so schreibt sie bitte in die Kommentare.

Tanti Saluti

Elena

***

Offenlegung:

Dies ist ein rein redaktioneller Artikel ohne Auftrag. Die genannten Orte habe ich in den letzten beiden Jahrzehnten mehr oder weniger regelmäßig besucht.

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